Ihre Berufsausbildung in Teilzeit

 

Sie wollen eine Berufsausbildung machen und gleichzeitig für Kinder und Familie da sein? Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Informationen zur Berufsausbildung in Teilzeit.


Eine Berufsausbildung machen und gleichzeitig für Kinder und Familie da sein – das möchten viele junge Eltern. Denn sie wissen: Eine solide Ausbildung ist die beste Investition in ihre eigene berufliche Zukunft und verbessert gleichzeitig die Lebenssituation für ihre Kinder und die ganze Familie. Doch oft ist es nicht einfach, Ausbildung und Familie „unter einen Hut“ zu bringen: Kita-Zeiten und Arbeitszeiten müssen koordiniert werden, finanzielle Unsicherheiten tauchen auf, Zeit mit den Kindern soll noch möglich sein und vieles mehr. Hier kann eine Ausbildung in Teilzeit die Lösung sein!

 

  • Die Ausbildung in Teilzeit ist eine vollwertige Ausbildung mit einem anerkannten Abschluss vor der jeweiligen Kammer.
  • Sie und der Ausbildungsbetrieb vereinbaren die Durchführung der Ausbildung in Teilzeit und halten konkrete Vereinbarungen im Ausbildungsvertrag fest.
  • Teilzeit bedeutet: Ihre Arbeitszeit im Betrieb wird um maximal 50 Prozent der Vollzeit-Stundenzahl gekürzt. Die Gesamtdauer der Ausbildung verlängert sich um die gekürzte Zeit, jedoch auf maximal 4,5 Jahre.
  • Eine Verkürzung der Ausbildung ist möglich, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen mitbringen.
  • Berufsschule und überbetriebliche Unterweisung (Teil der praktischen Ausbildung) finden in der Regel in Vollzeit statt.
  • Ein Wechsel von Vollzeit in Teilzeit ist auch während der Ausbildung möglich.
  • Falls Ihr Ausbildungsgehalt zur Sicherung des Lebensunterhaltes nicht ausreicht, haben Sie die Möglichkeit, Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Arbeitslosengeld II zu beantragen.

 


Die häufigsten Fragen zur Teilzeitausbildung

Die Teilzeitausbildung ist wie eine Ausbildung in Vollzeit organisiert: mit Praxis im Betrieb, Theorie in der Berufsschule und einer Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer am Ende.

Ja, eine Ausbildung in Teilzeit ist eine vollwertige Ausbildung.

Bei der Teilzeitvariante darf die wöchentliche Ausbildungszeit um maximal 50 Prozent der Vollzeitarbeitszeit gekürzt werden. Das heißt, wenn die Ausbildung in Vollzeit auf 40 Stunden pro Woche angelegt ist, muss die/der Auszubildende in Teilzeit mindestens 20 Stunden pro Woche in die Ausbildung investieren. Wichtig: Die Teilzeitvariante bezieht sich nur auf die Zeiten im Betrieb. Die Berufsschule wird zu den üblichen Schulzeiten besucht.

Seit Januar 2020 gilt, dass sich eine Ausbildung um die Zeit verlängert, die täglich oder wöchentlich gekürzt wurde. Das wird individuell berechnet. Maximal darf die Ausbildung nicht länger als das Eineinhalbfache der regulären Ausbildungszeit dauern.

 

Wenn die Ausbildung in Vollzeit also zum Beispiel 3 Jahre dauert, darf die Ausbildung in Teilzeit höchstens 4,5 Jahre dauern.

Grundsätzlich ist eine Ausbildung in Teilzeit in allen dualen Ausbildungsberufen möglich. Allerdings ist sie in manchen Berufen einfacher möglich als in anderen. Unproblematisch sind Berufe mit festen Arbeitszeiten und –orten, zum Beispiel im Büro, im Einzelhandel oder in medizinischen Berufen. Bei einem Elektriker, der verschiedene Baustellen, oft auch auswärts, anfahren muss, wird es schwieriger. Schulische Ausbildungen, zum Beispiel Kinderpflege oder PTA (Pharmazeutisch-technischer Assistent) sind auch in Teilzeit möglich, werden von den Schulen aber selten angeboten.

Die IFKs (Integrationsfachkräfte) des Jobcenters EU-aktiv kennen sich mit dem Modell der Teilzeitausbildung aus und können Sie fachkundig beraten, bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle unterstützen und gemeinsam mit Ihnen die Ausbildung in Teilzeit organisieren.

Sie erreichen uns telefonisch unter:

 

Service-Center 02251 / 77 60 - 0

Service-Center 02443 / 91 21 - 0

Service-Center 02441 / 77 163 - 0

 

in der Zeit von Montag bis Freitag jeweils 08:00 Uhr bis 18 Uhr.