Teilhabe am Arbeitsleben - § 16i SGB II

Ziel:
Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für sehr arbeitsmarktferne Langzeitleistungsbezieher durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Arbeitgebern der Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder bei Kommunen.


Wer wird gefördert?

  • Menschen, die das 25. Lebensjahr vollendet haben und
  • besonders lange – also insgesamt mindestens sechs innerhalb der letzten sieben Jahre    Regelleistungen nach dem SGB II bezogen haben, oder
  • In den letzten 5 Jahren Leistungen nach dem SGB II bezogen haben und mit mindestens einem minder-jährigen Kind zusammenleben, oder
  • Schwerbehinderte, die in den letzten 5 Jahren Leistungen nach dem SGB II bezogen haben.
    Die Förderung ist jedoch ausgeschlossen wenn die Person in den o.g. Zeiträumen nicht nur kurzfristig sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt oder selbstständig tätig war.

Wie wird gefördert?

  • Zuschuss zum Arbeitsentgelt im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit: In den ersten beiden Jahren jeweils ein Zuschuss von 100% zum Tariflohn oder gesetzlichen Mindestlohn. In jedem weiteren Jahr wird dieser Zuschuss um 10 % reduziert, bei einer maximalen Förderdauer von fünf Jahren.
  • Zudem wird ein pauschalierter Beitrag am Gesamtsozialversicherungsbeitrag (ohne Arbeitslosenversicherung) gezahlt.
  • Gefördert wird durch das Jobcenter EU-aktiv „gute“ Arbeit. Langzeitarbeitslose arbeiten in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung bei Arbeitsgebern der Wirtschaft, in sozialen Einrichtungen, oder bei Kommunen.

Zusätzliche Förderung

Qualifizierungen: Erforderliche Weiterbildungen oder betriebliche Praktika bei anderen Arbeitgebern sollen in angemessenem zeitlichem Umfang bei Weiterzahlung des Gehaltes und des Lohnkostenzuschusses durchgeführt werden. Die Weiterbildungskosten können je Förderfall in Höhe von insgesamt bis zu 3000,--€ übernommen werden.

 

Coaching

Um die Beschäftigung zu festigen und zu stabilisieren, werden Teilnehmende und Arbeitgeber bei Fragen und Problemen durch ein „Coaching“ unterstützt und betreut. Im ersten Förderjahr ist dieses Coaching verpflichtend und der Arbeitnehmer hierfür freizustellen. In den Folgejahren kann ein Coaching erfolgen.


Ausschluss der Förderung gem. § 16i Abs. 7 SGB II
Eine Förderung ist nicht möglich, wenn der Arbeitsgeber die Beendigung eines anderen Arbeitsverhältnisses veranlasst hat um Zuschüsse nach § 16 i SGB II zu erhalten, oder
eine bisher für das Arbeitsverhältnis erbrachte Förderung ohne besonderen Grund nicht mehr in Anspruch genommen wird.